Neuromodulation bei Gesichts- und Kopfschmerzen

Nach der letzten Kopfschmerzklassifikation der Internationalen Gesellschaft für Kopfschmerzen gibt an 220 verschiedene Diagnosen, die Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen betreffen. Bei dem Einsatz der invasiven, neuromodulativen Therapie handelt es sich um chronische, nicht akute Schmerzen, die anders nicht behandelt werden können oder bei Versagen der medikamentösen Therapie und der sonstigen alternativen Therapien.

Neuromodulation bei Gesichtsschmerzen

Nach bestimmten Leitlinien oder Empfehlungen werden solche Verfahren bei atypischen Gesichtsschmerzen mit neuropathischer Komponente (Trigeminusneuropathie) durchgeführt.

So können feine Elektroden zum Einsetzen der Stimulation entweder

  • subkutan (PNFS)
  • im Ganglion Gasseri, zur Ganglion Gasseri-Stimulation und
  • im Ganglion sphenopallatinum implantiert werden.

Die Indikationen sind neuropathische Schmerzen nach vorausgegangenen Operation in der Kieferhöhle oder Gesicht, iatrogen, Verletzungen, Tumoren.

Neuromodulation bei Occipitalnerv-Neuropathie, Migräne, trigeminoautonome Erkrankungen

Bei chronischer Migräne (mehr als 15 Tage im Monat), mehr als 10 Einnahmen von Triptane im Monat, bei Clusterkopfschmerzen und bei trigeminoautonomen Erkrankungen (SUNCT) oder bei einer klassischen Trigeminusoccipitalnerv-Neuropathie wird die ONS-Stimulation (Occipital-Nerv-Stimulation) mit Erfolg eingesetzt. Es handelt sich dabei um Implantation von ein oder zwei Elektroden subkutan im Hinterkopf. Die Elektroden werden dann an einen Impulsgeber angeschlossen.

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